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Cargo sous terrain hilft, den Güterverkehr neu zu denken

Cargo sous terrain (CST) leistet mit einem ergänzenden Verkehrsweg einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren der Logistik in der Schweiz.

Als privat getragenes, automatisiertes Logistiksystem hat CST einen nachhaltigen Gütertransport zum Ziel. Damit entlastet es Städte und Verkehrswege, reduziert CO₂-Emissionen und schont wertvolle Flächen. Cargo sous terrain hat in den vergangenen Jahren über CHF 100 Mio. in die Entwicklung eines neuen, nachhaltigen Gütertransportsystems investiert. Im Frühjahr 2025 wurde der Projektreview abgeschlossen und im Sommer durch eine unabhängige externe Validierung bestätigt: Das System ist technisch machbar und im Grunde bewilligungsfähig, mit positiver Tendenz bei Ökologie und Verkehr.

CST wird von über 50 Unternehmen aus Transport, Logistik, Detailhandel, Finanz, Versicherung, Telekom und Energie mitgetragen – eine der breitesten privatwirtschaftlichen Trägerschaften für ein Infrastrukturprojekt in der Schweiz. Die 2025 eingeleitete Restrukturierung greift wie geplant: Personal- und Betriebskosten sind konsequent reduziert, der monatliche Mittelabfluss ist gegenüber Mitte 2024 deutlich gesunken.

Offene Fragen

Offen blieben bei der Validierung die Fragen zum ökonomischen und gesellschaftlichen Nutzennachweis. Der Bund gewichtete diese Unsicherheiten als entscheidend und leitete daraus im September 2025 den Planungsstopp bei CST und die Sistierung des Bewilligungsverfahrens ab. Der Tunnel ist damit nicht aufgegeben, aber zurzeit nicht realisierbar. Diese Klärung liegt nicht allein in der Hand von CST, sondern braucht den politischen Willen, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Auch das Bundesgesetz über den unterirdischen Gütertransport (UGüTG), das die planerische Grundlage für eine private Trägerschaft schafft, liefert bisher keine Investitionssicherheit für privates Kapital.

Woran wir arbeiten

CST reduziert die operative Tätigkeit auf das notwendige Minimum und erhält die finanzielle Substanz der Gesellschaft, um für eine Wiederaufnahme der Planung bereit zu sein, wenn die politischen Rahmenbedingungen es erlauben. Damit ist das Projekt nicht aufgegeben, es bewahrt die Handlungsfähigkeit über die kommenden 10 bis 15 Jahre.

Parallel bringt CST seine Expertise aktiv ein mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für eine künftige Reaktivierung politisch zu verankern. Der Bundesrat hat im Parlament in der Herbstsession 2025 festgehalten, dass die Türen für CST offenbleiben, auch wenn die regulatorischen Rahmenbedingungen vorerst unverändert sind. International besteht weiterhin konkretes Interesse an der von CST entwickelten Technologie.